Cellulite ist das Auftreten von Hautunebenheiten aufgrund einer starken Ansammlung von Fettzellen im Unterhautfettgewebe, einer Schwächung des Bindegewebes sowie einer Minderung der Durchströmungsverhältnisse in den Blut- und Lymphbahnen.
Die vergrößerten Fettzellen pressen sich durch das schwache Bindegewebe unter die oberste Hautschicht. Gleichzeitig verhindern die Fettzellen, dass Blut und Lymphe abtransportiert werden können. Das Ergebnis ist ein dellenförmiges Hautbild, das der Schale einer Orange gleicht. Aus diesem Grund wird Cellulite auch Orangenhaut genannt.
Cellulite tritt hauptsächlich bei Frauen an Oberschenkeln, Po, Bauch, Hüften und an den Unterseiten der Oberarme auf.
Cellulite wird in vier Phasen eingeteilt. In der ersten Phase sehen Sie die Orangenstruktur nur, wenn Sie die Haut an den entsprechenden Stellen zusammenkneifen. Bei der zweiten Phase zeigen sich die Dellen lediglich bei Muskelanspannung. In der dritten Phase ist die Orangenstruktur immer sichtbar. Sehr viele, tiefe Dellen und schlaffe Haut kennzeichnen Phase vier.
Nur in Phase eins ist eine vollständige Umkehrung der Cellulite möglich. Bei fortgeschrittenen Stadien geht es um eine Stabilisierung des bestehenden Zustandes. Während Sie sich in den ersten beiden Phasen selber behandeln können, müssen Sie mit Phase-Drei- oder -Vier-Cellulite zum Fachmann.
Struktur des Bindegewebes Das weibliche Bindegewebe ist sehr dehnbar und wird durch ausschließlich quer verlaufende Fasern gehalten, damit es eine Schwangerschaft übersteht. Fettzellen und Schlacken haben einen einfachen Weg, um sich dicht unter der Haut einzulagern. Das männliche Bindegewebe wird von viel stabileren überkreuzt verlaufenden Fasern gehalten.
Hormonhaushalt Der Hormonhaushalt der Frau bewirkt, dass sich das Depotfett des Körpers bevorzugt an Schenkeln und Po einlagert. Und hat sich Cellulite einmal entwickelt, verhindern aufgeblähte Fettzellen den Abfluss von Lymphe und Blut, was die Symptomatik noch verschlimmert.
Ernährung Eine zu zucker- und fettreiche Ernährung übersäuert den Körper. Dadurch bilden sich Schlacken, die sich im Bindegewebe ablagern und die Dellen verstärken. Ein ungesundes Trinkverhalten begünstigt diesen Effekt. Viele Frauen trinken wenig Wasser, aber dafür viel Kaffee und zuckerhaltige Getränke. Dadurch werden die Schlacken im Körper gehalten, weil sie nicht ausgespült werden. Außerdem werden durch Zucker und Koffein neue Schlacken produziert.
Lebensstil Rauchen, Alkohol, Übergewicht, Stress und Hektik sowie Bewegungsmangel verlangsamen den Stoffwechsel und übersäuern. Damit sind weitere ideale Voraussetzungen geschaffen, um Cellulite zu fördern.