Unterstützende Kosmetika bei Ultraschall- und IPL-Anwendungen bestimmen den Behandlungserfolg. Das sollten Sie dazu wissen.
Schönheitsbehandlungen mit Ultraschall und intensiviertem gepulstem Licht (IPL) liegen klar im Trend. Die Kombination von klassischer Kosmetik und innovativer Hochtechnologie stellt dabei ganz spezielle Anforderungen an die unterstützend eingesetzten Präparate.
Von einer kosmetischen Behandlung mit den neuesten apparativen Systemen kann man mittlerweile beste Ergebnisse bei größtmöglicher Gewebeschonung erwarten. Durchaus maßgebliche Bedeutung kommt dabei der Zusammensetzung der präparativen Behandlungslinien zu, die ganz bestimmte Eigenschaften aufweisen müssen, um optimale Wirkung zu erzielen.
Beispiel Ultraschall: Das Ultraschall-Gel fungiert als Trägersubstanz, die die Schallwellen vom Schallkopf direkt in das Gewebe leitet. Die "Koppelbarkeit", also die Eignung des Gels als schall-leitendes Medium zwischen apparativem System und zu behandelndem Areal, ist somit von immenser Wichtigkeit.
Ultraschall hat auf das Gewebe verschiedene Effekte, wobei der Cavitation für das Einbringen von Wirkstoffen durch die Hautbarriere (Sonophorese) die entscheidende Rolle zukommt. Durch Cavitation entstehen im Gewebe kleine Luftbläschen, die oszillieren und damit Raum für den erwünschten Effekt schaffen. Die so neu entstandenen Poren ("air pockets") können sich mit Wirkstoffen füllen und diese nach und nach an die Haut abgeben. Nach den Erkenntnissen der neuesten wissenschaftlichen Forschung soll ein solches regeneratives Depot bis zu 7 Tage vorhalten.
Damit die ausgewählten Wirkstoffe durch Ultraschall einschleusbar sind, sollten die entsprechenden Molekulargruppen eine bestimmte Größe nicht überschreiten: Je kleiner das Molekül, desto besser und tiefer lässt es sich einschleusen.
Intensiviertes gepulstes Licht, kurz IPL, gilt zur Zeit als eine der wirkungsvollsten Behandlungsmöglichkeiten zur dauerhaften Haarentfernung. Dabei wird ein gezielter Lichtimpuls auf die Haut abgegeben, vom hauteigenen Melanin absorbiert, in Wärme umgewandelt und der haarbildende Follikel durch diese Wärmeentwicklung denaturiert. Wichtiger als Präparatempfehlungen sind bei dieser Schönheitsbehandlung systemintegrierte Schutzvorrichtungen wie z. B. ein Rotfilter gegen unerwünschte Erwärmung des Blutes (Hämoglobin) und ein Wasserfilter, der eine Überhitzung der Wasser- und Feuchtigkeitsreserven im Gewebe verhindert. Vor und nach einer IPL-Behandlung ist die Vermeidung von Sonneneinstrahlung anzuraten, für eine präparative Nachsorge empfehlen sich kühlende Gels z. B. auf Aloe-Basis.